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Eignungsprüfung für den MA Dolmetschen

Inhalt & Ablauf

Die Eignungsprüfung besteht aus vier Teilprüfungen, deren Dauer wie folgt festgelegt ist:

  • Teilprüfung 1 (Analyse eines mündlich in der 1. Fremdsprache vorgetragenen Textes. Gespräch über den Text): 15 Minuten
  • Teilprüfung 2 (Vom-Blatt-Dolmetschen aus der Muttersprache in die 1. Fremdsprache): 15 Minuten
  • Teilprüfung 3 (Konsekutivdolmetschen mit Notationstechnik): 15 Minuten
  • Teilprüfung 4 (Cloze-Test): 15 Minuten
  • Teilprüfung 5 (nur Spezialisierung Konferenzdolmetschen) (Analyse eines mündlich in der 2. Fremdsprache vorgetragenen Textes. Gespräch über den Text): 15 Minuten

Die Ziele sowie der Ablauf der Teilprüfungen sind nachfolgend dargestellt:

Teilprüfung 1: Analyse eines mündlich in der 1. Fremdsprache vorgetragenen Textes. Gespräch über den Text.

Ziel: Test der rezeptiven und produktiven Kompetenz in der 1. Fremdsprache

Ablauf: Ein Prüfer liest dem Kandidaten/der Kandidatin einen Text (Länge 450 bis 500 Wörter) in dessen/deren 1. Fremdsprache vor. Anschließend stellen die Prüfer 5 Minuten lang in der 1. Fremdsprache Fragen, die der Kandidat/die Kandidatin seiner/ihrer 1. Fremdsprache beantwortet. In den Antworten müssen die Kandidaten nachweisen, dass sie die wesentlichen Informationen im Text verstanden haben, dass Sie nachvollziehen können, welches die Intentionen des Autors (oder der Autorin) sind und wie er (oder sie) argumentiert. Ausgehend von den Inhalten des Textes werden anschließend landeskundliche Fragen gestellt (z.B. über aktuelle Ereignisse im Land der 1. Fremdsprache). Dabei hat der/die Kandidat/ina auch Bezug zu den Verhältnissen im Land Ihrer Muttersprache herzustellen. Dazu wird mit dem Kandidaten/der Kandidatin ein Gespräch mit einer Dauer von 5 Minuten in dessen/deren Muttersprache geführt.

Bewertungskriterien:

  • Der Kandidat/die Kandidatin hat die wesentlichen Informationen im Ausgangstext (1. Fremdsprache, 450 bis 500 Wörter) verstanden und kann die Intentionen des Autors (oder der Autorin) sowie dessen (oder deren) Argumentation nachvollziehen
  • Der Kandidat/die Kandidatin kann einen Bezug zwischen den zum aktuellen Zeitgeschehen des Landes der ersten Fremdsprache gestellten Fragen und den Verhältnissen im Land der Muttersprache herstellen und dieses im Verlauf eines in seiner Muttersprache zum Ausdruck bringen.

Teilprüfung 2: Vom-Blatt-Dolmetschen Muttersprache-1. Fremdsprache

Ziel: Test der Transferkompetenz sowie der Fähigkeit zur Erkennung translatorischer Problemstellungen und deren praxisorientierte Lösung

Ablauf: Der Kandidat/die Kandidatin erhält einen schriftlichen Text in seiner/ihrer Muttersprache (Länge 200 – 250 Wörter). Nach einigen kurzen Informationen über das Thema und den Kontext, in dem dieser Text steht, sowie einer Vorbereitungszeit von 5 Minuten, während derer die Nutzung jeglicher elektronischer und gedruckter Hilfsmittel (u.a. Wörterbücher, Internet, eigene Notizen) nicht zulässig ist, dolmetscht der Kandidat/die Kandidatin unverzüglich und ohne den Redefluss wesentlich verzögernde Pausen vom Blatt in seine/ihre 1. Fremdsprache. Anschließend werden dem Kandidaten/der Kandidatin in seiner/ihrer 1. Fremdsprache Fragen über die Inhalte des Textes gestellt, die er/sie in seiner/ihrer 1. Fremdsprache beantwortet.

Bewertungskriterien:

  • Der Kandidat/die Kandidatin kann einen Text in der Muttersprache (Länge 200 - 250 Wörter) selbständig vom Blatt in seine/ihre 1. Fremdsprache dolmetschen und dabei die wesentlichen Aussagen grammatisch und lexikalisch korrekt sowie inhaltlich weitgehend vollständig wiedergeben.
  • Der Kandidat/die Kandidatin kann Fragen über die Inhalte des Textes, die ihm/ihr in der 1. Fremdsprache gestellt werden, inhaltlich vollständig sowie grammatisch und lexikalisch korrekt in der 1. Fremdsprache beantworten.

Teilprüfung 3: Konsekutivdolmetschen mit Notationstechnik

Ziel: Test grundlegender Fähigkeiten im Modus des Konsekutivdolmetschens unter Einsatz geeigneter Notationstechnik

Ablauf: Nach einigen kurzen Informationen über das Thema und den Kontext, in dem dieser Text steht, trägt ein Prüfer einen Text mit einer Dauer von 3 Minuten (Umfang 250-300 Wörter) in der 1. Fremdsprache des Kandidaten/der Kandidatin vor. Während des Vortrags nimmt der Kandidat/die Kandidatin Notizen, anhand derer er/sie den Text nach Beendigung des Vortrags unverzüglich in der Muttersprache wiedergibt.

Bewertungskriterien:

  • Der Kandidat/die Kandidatin kann einen allgemeinsprachlichen Text mit einer Dauer von 3 Minuten (Umfang 250-300 Wörter) nach dessen vollständigem Vortrag mit Hilfe der Notationstechnik aus der 1. Fremdsprache in die Muttersprache grammatisch und lexikalisch korrekt sowie inhaltlich im Wesentlichen korrekt wiedergeben.

Teilprüfung 4: Cloze-Test

Ziel: Test der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und fehlende Informationen durch Vorwissen und die Informationen, die der Text liefert, zu ergänzen

Ablauf: Der Kandidat/die Kandidatin sitzt in einer schalldichten Simultankabine und hört über Kopfhörer einen kurzen allgemeinsprachlichen Vortrag (Dauer 5 Minuten) in seiner/ihrer Muttersprache. Diesen Text spricht er/sie über Mikrofon parallel zum Redner in seiner/ihrer Muttersprache nach (s.g. "Shadowing", also kein Dolmetschen von einer Sprache in die andere). Der Text enthält an mindestens 15 bis maximal 20 Stellen Lücken (einzelne Wörter oder Wortgruppen). Diese ergänzt der Kandidat/die Kandidatin mit Wörtern oder Wortgruppen, die im gegebenen Zusammenhang sinnvoll sind und den Text zu einem verständlichen Ganzen machen.

Bewertungskriterien:

  • Der Kandidat/die Kandidatin kann einen Vortrag mit einer Länge von 5 Minuten in seiner/ihrer Muttersprache, den er/sie über Kopfhörer in einer Simultankabine hört, parallel zum Redner in seiner/ihrer Muttersprache konstant und ohne wesentliche Einbußen in Bezug auf Vollständigkeit, Artikulation und Stimmführung nachsprechen.
  • Der Kandidat/die Kandidatin kann die an mindestens 15 bis maximal 20 Stellen enthaltenen Textlücken mit Wörtern oder Wortgruppen, die im gegebenen Zusammenhang sinnvoll sind und den Text zu einem verständlichen Ganzen machen, spontan ergänzen.

Teilprüfung 5: Analyse eines mündlich in der 2. Fremdsprache vorgetragenen Textes. Gespräch über den Text.

Ziel: Test der rezeptiven und produktiven Kompetenz in der 2. Fremdsprache

Ablauf: Ein Prüfer liest dem Kandidaten/der Kandidatin einen Text (Länge 450 bis 500 Wörter) in dessen/deren 2. Fremdsprache vor. Anschließend stellen die Prüfer 5 Minuten lang in der 2. Fremdsprache Fragen, die der Kandidat/die Kandidatin seiner/ihrer 2. Fremdsprache beantwortet. In den Antworten müssen die Kandidaten nachweisen, dass sie die wesentlichen Informationen im Text verstanden haben, dass Sie nachvollziehen können, welches die Intentionen des Autors (oder der Autorin) sind und wie er (oder sie) argumentiert. Ausgehend von den Inhalten des Textes werden anschließend landeskundliche Fragen gestellt (z.B. über aktuelle Ereignisse im Sprachraum der 2. Fremdsprache). Dabei hat der/die Kandidat/in auch Bezug zu den Verhältnissen im Land Ihrer Muttersprache herzustellen. Dazu wird mit dem Kandidaten/der Kandidatin ein Gespräch mit einer Dauer von 5 Minuten in dessen/deren Muttersprache geführt.

Bewertungskriterien:

  • Der Kandidat/die Kandidatin hat die wesentlichen Informationen im Ausgangstext (2. Fremdsprache, 450 bis 500 Wörter) verstanden und kann die Intentionen des Autors (oder der Autorin) sowie dessen (oder deren) Argumentation nachvollziehen
  • Der Kandidat/die Kandidatin kann einen Bezug zwischen den zum aktuellen Zeitgeschehen des Landes der zweiten Fremdsprache gestellten Fragen und den Verhältnissen im Land der Muttersprache herstellen und dieses im Verlauf eines Gesprächs in seiner Muttersprache zum Ausdruck bringen.

Alle Prüfungsteile:

  • Der Kandidat/die Kandidatin zeigt umfangreiche Kenntnisse des aktuellen Zeitgeschehens in den Sprach- und Kulturräumen seiner/ihrer Muttersprache und ersten Fremdsprache.
  • Der Kandidat/die Kandidatin zeigt unter den besonderen Bedingungen der Prüfungssituation eine ausreichende Stressresistenz, indem er/sie keine die Kommunikationssituation negativ beeinflussende Nervosität in Form von auffälligen Gesten oder Mimik bzw. störender prosodischer Erscheinungen (Häsitationslaute, dialektaler Einschlag, zu hohe/zu geringe Lautstärke, stark variierendes Sprechtempo) zeigt.
  • Der Kandidat/die Kandidatin zeigt die Fähigkeit konstruktiv, effektiv und bewusst zu kommunizieren.

Die Eignungsprüfung ist bestanden, wenn alle Teilprüfungen mindestens mit der Note „ausreichend“ bewertet wurden. Wurde eine der Teilprüfungen mit „nicht ausreichend“ bewertet, wird für die Eignungsprüfung die Endnote „nicht ausreichend“ erteilt.

Wurde die Eignungsprüfung ohne Erfolg abgelegt, ist eine einmalige gleichzeitige Wiederholung aller Teilprüfungen zu einem der folgenden regulären Termine zulässig.

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LETZTE AKTUALISIERUNG 14.1.2015