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Zukunft denken – Wie wir morgen leben wollen

Eckdaten

Termine:
jeweils 13:15 bis 14:45 Uhr
im Foyer des Audimax

Veranstaltungsort:
Hochschule für Angewandte Sprachen des SDI München
Baierbrunner Straße 28
81379 München
(Anfahrtsbeschreibung)

SDI-Mittags-Talks im Sommersemester 2018

Die Zukunft hat viele Namen: Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance. (Victor Hugo)

Welche Bilder kommen uns in den Sinn, wenn wir an die Zukunft denken? Welches sind die Megatrends, die unser Leben als Einzelne und als Gesellschaft in zehn oder vierzig bis fünfzig Jahren prägen werden? Machen uns Schlagwörter wie Digitalisierung, Algorithmisierung, Robotisierung, künstliche Intelligenz, Globalisierung, Urbanisierung, New Work, Individualisierung, Klimawandel, Mobilität, Demografischer Wandel, Migration, Gesundheitsindustrie neugierig, ängstlich oder hoffnungsfroh? Halten wir vieles von dem, was wir über diese Trends hören und lesen, für Utopien, für Klischees aus Science-Fiction Filmen? Oder für in ihren Auswirkungen nicht kalkulierbare Phänomene, die uns Furcht einflößen? Sehen wir also vor allem Risiken? Oder gehören wir zu den Mutigen, die solche Entwicklungen als Chance begreifen und sie aktiv gestalten wollen? Wie fremdbestimmt sind wir schon heute und werden wir in Zukunft sein? Wo und wie können wir selbstbestimmt gestalten?

Eines ist sicher: Die Zukunft hat schon begonnen, wir sind schon mittendrin. Aber was wissen wir eigentlich genau durch fundierte wissenschaftliche Forschung? Welche Szenarien vermuten wir nur und wo bewegen wir uns im Bereich der Spekulation?

In der Veranstaltungsreihe des diesjährigen Sommersemesters wollen wir mit unseren Gästen „Zukunft denken“, auf eine Reihe ausgewählter möglicher Szenarien in den Bereichen Robotik, Arbeit, Gesundheit und Stadtentwicklung schauen und uns fragen: Wie werden – und vor allem – wie wollen wir in Zukunft leben, arbeiten, gesund oder krank sein, wohnen und auch alt werden und sterben?

Die Podiumsgespräche mit anschließender Diskussion finden jeweils von 13:15 bis 14:45 Uhr im Foyer des Audimax statt. Start der Reihe ist am 11. April.

Kommen Sie, diskutieren Sie mit und erfinden Sie mit uns die Zukunft. Herzlich willkommen!

Übersicht aller SDI-Mittags-Talks

TermineThemen
Mittwoch, 11. April

David Drevs im Gespräch mit
Benjamin Lipp, Dipl.-Soziologe, Lehrstuhl für Wissenschaftssoziologie, TU München:
„Soziale Robotik – Zwischen Vermenschlichung der Maschine und Robotisierung des Menschen“

Dienstag, 8. MaiProf. Dr. Regina Freudenfeld im Gespräch mit
Prof. Dr. Dieter Frey, Leiter des LMU Center for Leadership and People Management:
„Zwischen Leistungsorientierung und Selbstbestimmung: die Arbeitswelt von morgen“
Donnerstag, 14. JuniSilvia Gutmann im Gespräch mit
Prof. Dr. Andreas Trampota SJ, Hochschule für Philosophie München:
„Von der Wiege bis zur Bahre - geklont, vermessen, gescreent:
Wo bleibt der Mensch in einer Medizin ohne Grenzen?“
Montag, 2. JuliWolfgang Kück im Gespräch mit
Wolfgang Czisch M.A., Vorsitzendes des Arbeitskreises „Stadt: Gestalt und Lebensraum“ des Münchner Forum e.V.:
„Stadt hat Konjunktur: Wunschbild oder Wirklichkeit?“

„Stadt hat Konjunktur: Wunschbild oder Wirklichkeit?“

Montag, 2. Juli | 13:15–14:45 Uhr | Foyer des Audimax
Referent: Wolfgang Czisch, Vorsitzendes des Arbeitskreises „Stadt: Gestalt und Lebensraum“ des Münchner Forum e.V.

Moderation: Wolfgang Kück

Der SDI-Mittags-Talk wird live auf facebook gestreamt!

Zuzug und Wohnungsnot, Platzverbrauch und Versiegelung sind Herausforderungen der zukünftigen Stadtentwicklung. Bauraum und Baurecht zu schaffen für die wachsenden Bedürfnisse nach Wohnen und nach Entfaltung, sind Aufgaben, denen die Stadt gerecht werden muss; sie allein trägt die Verantwortung für den Öffentlichen Raum. Er ist der unverzichtbare Begegnungsort der Bürger und eine Voraussetzung für eine funktionierende Stadtgesellschaft und damit für die Demokratie. 

Wie kann Nachbarschaft gepflegt werden, welche Rolle spielt der Private Raum, wie kann die Entstehung von Parallelgesellschaften vermieden werden, wo ist Raum für Nahversorgung, Kindertagesstätten, Kindergärten, Startups, Kunst, Ateliers?

„Verdichtung“ ist eine Option, so unser Gast Wolfgang Czisch, die er u. a. am Beispiel der Wasserburger Landstraße in München erläutern wird. Diese Option zu einem Gewinn für die Bürger der Stadt zu machen, ist aller Mühe wert!

Wie lässt sich schließlich die Identität der Stadt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beschreiben? Und wie entsteht Begeisterung für die Stadt? Wie wird aus dem Wunschbild also Wirklichkeit?

SDI-Mittags-Talk am 02.07.: „Stadt hat Konjunktur: Wunschbild oder Wirklichkeit?“

Live-Stream zum vierten SDI-Mittags-Talk aus der Reihe „Zukunft denken“: Wir freuen uns auf unseren heutigen Gast Wolfgang Czisch, Vorsitzender des Arbeitskreises „Stadt: Gestalt und Lebensraum“ des Münchner Forum e.V., der sich im Gespräch mit Wolfgang Kück dem Thema „Stadt hat Konjunktur: Wunschbild oder Wirklichkeit?“ widmet.

Posted by SDI München on Monday, July 2, 2018

Unser Gast: Wolfgang Czisch

Bild: Wolfgang Czisch

Wolfgang Czisch, M.A., ist Politikwissenschaftler und war von 1973 bis 1996 für die SPD ehrenamtlicher Stadtrat in München und dort Planungssprecher und Koreferent des Planungsreferats. Bekannt wurde er besonders als Vater der Isar-Renaturierung. Von 1985 bis 2007 war er Stadtbereichsleiter der Münchner Volkshochschule und von 1999 bis 2013 Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forum e.V.. Das Münchner Forum ist ein bürgerschaftlicher Verein, der sich mit Fragen der Münchner Stadtentwicklung beschäftigt und Bürgerinnen und Bürgern eine Diskussionsplattform bietet. Seit nunmehr fast 50 Jahren ist es ein wichtiger Mittler zwischen Bürgerinteressen und den Vorhaben und Planungen städtischer Politik, der Verwaltung sowie privater Investoren. Es erarbeitet eigene Vorschläge und Strategien, trägt Themen in die Stadtöffentlichkeit und setzt sich für eine umfassende bürgerschaftliche Beteiligung an den Belangen der Stadtentwicklung ein.

Wolfgang Czisch (Münchner Forum)

„Von der Wiege bis zur Bahre - geklont, vermessen, gescreent:
Wo bleibt der Mensch in einer Medizin ohne Grenzen?“

Podium über das Verhältnis von Mensch und moderner Medizin

Donnerstag, 14. Juni | 13:15–14:45 Uhr | Foyer des Audimax
Referent: Prof. Dr. Andreas Trampota SJ, Hochschule für Philosophie München
Moderation: Silvia Gutmann

Nachwuchs auf Bestellung und am besten gleich nach Maß scheint in der heutigen Reproduktionsmedizin kein Thema mehr zu sein. In der Lebensmitte schöpfen wir die gesamte Bandbreite einer technisierten, digitalisierten Medizin ab. Mit Hilfe von Lebensstil-Apps altern wir in eine Zukunft hinein, in der wir dann roboterunterstützt den Knopf drücken für ein selbstbestimmtes Hinübergleiten ins Jenseits.

Ist das die Medizin, die uns in Zukunft erwartet, die wir in Zukunft wollen? Unter dem Motto „Von der Wiege bis zur Bahre – geklont, vermessen, gescreent: Wo bleibt der Mensch in einer Medizin ohne Grenzen?“ lädt das SDI München zum dritten Termin in seiner Gesprächsreihe, den „Mittags-Talks“, ein. Antworten auf solche Fragen kann die Medizinethik geben, die sich damit beschäftigt, wie mit dem Gut der Gesundheit umzugehen ist.

Unser Gast: Prof. Dr. Andreas Trampota SJ

Bild: Prof. Dr. Andreas Trampota SJ

Prof. Dr. Andreas Trampota SJ, ist Inhaber des Lehrstuhls für Philosophische Ethik an der Hochschule für Philosophie München. Für den Arzt stellt sich nicht die Frage des Ob, sondern des Wie des Heilens, so Trampotas These in einem Beitrag über Ethik in der Medizin, mit dem Ziel „moralisch unverfügbar zu machen, was technisch disponibel geworden ist.“

Seiner Meinung nach sind Ärzte und Angehörige pflegerischer Berufe verpflichtet, ihre Erfahrungen zum Wohl des Menschen umzusetzen. Dies kann freilich unter Anwendung des medizinischen Fortschritts geschehen, nur sollte bei jeder Entscheidung des Arztes die individuelle Lebensqualität des Patienten berücksichtigt werden.

Prof. Dr. Andreas Trampota SJ (Hochschule für Philosophie München)

Zwischen Leistungsorientierung und Selbstbestimmung

Die Arbeitswelt von morgen

Dienstag, 8. Mai | 13:15–14:45 Uhr | Foyer des Audimax
Referent: Prof. Dr. Dieter Frey, Leiter des LMU Center for Leadership and People Management
Moderation: Prof. Dr. Regina Freudenfeld

Der SDI-Mittags-Talk wird live auf facebook gestreamt!

Den Schwerpunkt des Gesprächs bildet der Blick auf verschiedene Megatrends und deren Einflüsse auf den Arbeitsmarkt: Demografischer Wandel, Globalisierung, Digitalisierung und Individualisierung sind Herausforderungen und Chancen zugleich, die den Menschen ein höheres Wohlstandsniveau bieten, aber auch hohe Flexibilität einfordern. Die Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung und Selbstverwirklichung nehmen zu, von zukünftigen Generationen werden darüber hinaus Eigenverantwortung und Eigeninitiative verlangt – bei gleichzeitiger Bereitschaft zur Solidarität. Das sich daraus ergebende Spannungsfeld zwischen Leistung, Selbstbestimmung und Gemeinschaftssinn wirft etliche Fragen auf, die für Diskussionsbedarf sorgen werden, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die aktuelle Psychologie der Werte.

Im Gespräch werden auch Themen angesprochen, die die Studiengänge an der Hochschule für Angewandte Sprachen und deren Zukunftsfähigkeit betreffen.

SDI-Mittags-Talk am 08.05.: „Zwischen Leistungsorientierung und Selbstbestimmung: die Arbeitswelt von morgen“

Live-Stream zum zweiten SDI-Mittags-Talk aus der Reihe „Zukunft denken“: Wir freuen uns auf unseren heutigen Gast Prof. Dr. Dieter Frey, Leiter des LMU Center for Leadership and People Management. Im Gespräch mit Moderatorin Prof. Dr. Regina Freudenfeld befasst er sich mit dem Thema „Zwischen Leistungsorientierung und Selbstbestimmung: die Arbeitswelt von morgen“.

Posted by SDI München on Tuesday, May 8, 2018

Unser Gast: Prof. Dr. Dieter Frey

Bild: Prof. Dr. Dieter Frey

Prof. Dr. Dieter Frey ist ein renommierter Vertreter des Gebiets der Arbeitspsychologie. Unser Gast ist Leiter des LMU Center for Leadership and People Management und war Inhaber des Lehrstuhls für Sozialpsychologie am Department für Psychologie der LMU München. Er ist seit vielen Jahren in Wissenschaft und Wirtschaft als Berater und Trainer zu den Themen Führung, Motivation, Innovation u.v.m. aktiv. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und wurde 1998 zum Deutschen Psychologie Preisträger gewählt.

LMU Center for Leadership and People Management (LMU München)

Soziale Robotik

Zwischen Vermenschlichung der Maschine und Robotisierung des Menschen

Mittwoch, 11. April | 13:15–14:45 Uhr | Foyer des Audimax
Referent: Benjamin Lipp, Dipl.-Soziologe, Lehrstuhl für Wissenschaftssoziologie, Technische Universität München
Moderation: David Drevs

Roboter sind in aller Munde. Kein Tag scheint vorbeizugehen, an dem nicht an irgendeiner Universität oder einem Unternehmen aus dem Silicon Valley neue Durchbrüche in der Robotik oder der Künstlichen Intelligenz gefeiert werden. In die Euphorie mischen sich gleichzeitig warnende Stimmen, die auf die Gefahren dieser scheinbar intelligenten und „autonomen“ Technik aufmerksam machen wollen.

In diesem am Horizont aufscheinenden „age of robots“ geraten neben traditionellen Orten wie der Automobilfabrik auch zunehmend „soziale“ Bereiche in das Visier der Robotik, wie beispielsweise die Altenpflege, die Autismustherapie oder auch der private Haushalt. Beispiele hierfür sind bereits jetzt unter uns: Der Staubsaugerroboter Roomba, dem viele Nutzer*innen bereits jetzt eine Identität und eine Rolle ähnlich der eines Haustieres zuschreiben. Oder die Roboterrobbe PARO, die bereits jetzt – auch in deutschen – Pflegeheimen bei Demenzkranken eingesetzt wird. Bei dieser Art von Robotern geht es nicht mehr einfach nur um die physische Interaktion mit Gegenständen, sondern um eine dezidiert soziale Dimension, z.B. Sprache, Mimik und Emotion.

Eine solche Entwicklung ist jedoch kein „automatisierter“ Prozess. Technik entwickelt sich nicht autonom vom Menschen, sondern basiert auf gesellschaftlichen und historischen Bedingungen. Damit ist die Robotik nicht nur mit technischen Fragen der Machbarkeit verbunden, sondern mindestens ebenso sehr mit Fragen politischer Wünschbarkeit. Darum wird es in diesem Mittagsgespräch gehen: Wir wollen die Robotik aus soziologischer Perspektive betrachten und gesellschaftliche Möglichkeiten sowie Risiken diskutieren.

SDI-Mittags-Talk am 11.04.: „Soziale Robotik – Zwischen Vermenschlichung der Maschine und Robotisierung des Menschen“

Live-Stream zum ersten SDI-Mittags-Talk aus der Reihe „Zukunft denken“: Wir freuen uns auf unseren heutigen Gast Benjamin Lipp, Dipl.-Soziologe am Lehrstuhl für Wissenschaftssoziologie der TU München. Im Gespräch mit Moderator David Drevs widmet er sich heute dem Thema „Soziale Robotik – Zwischen Vermenschlichung der Maschine und Robotisierung des Menschen“.

Posted by SDI München on Wednesday, April 11, 2018

Unser Gast: Benjamin Lipp

Bild: Benjamin Lipp

Benjamin Lipp ist Diplom-Soziologe und hat an der Ludwig Maximilians-Universität (LMU) Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Kriminologie studiert. Seine Diplomarbeit zum Thema Primärprävention von Kindesmissbrauch gewann den LMU-Forscherpreis für exzellente Studierende. Seit 2013 promoviert er am Munich Center for Technology in Society (MCTS) der Technischen Universität München zum Verhältnis von sozialer Robotik und Altenpflege im Kontext europäischer Innovationspolitik. Hier interessiert er sich insbesondere für die Vision einer „robotisierten Pflege“. In seiner Dissertation arbeitet er die historischen und gesellschaftlichen Bedingungen heraus, unter denen Pflege und Robotik füreinander verfügbar werden konnten.

Website des Lehrstuhls für Wissenschaftssoziologie (TU München)

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LETZTE AKTUALISIERUNG 3.7.2018