Die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten
Grundsprache der Ausbildung ist Deutsch. Die Schüler wählen aus Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch eine Erste und eine Zweite Fremdsprache. Für Englisch und Russisch als Erste Fremdsprache werden Vorkenntnisse vorausgesetzt, für Italienisch und Spanisch nicht. Französisch kann mit oder ohne Vorkenntnisse belegt werden. In der Zweiten Fremdsprache werden nur für Englisch Vorkenntnisse vorausgesetzt. Bewerber, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, müssen ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen.
Vermittelt werden gründliche fremdsprachliche und landeskundliche Kenntnisse, Handelskorrespondenz und die Technik des Gesprächsdolmetschens.
Als fachlicher Schwerpunkt kann Wirtschaft oder Technik gewählt werden. Die jeweilige Fachsprache wird zweisprachig in Vorlesungen und terminologischen und Übersetzungsübungen vermittelt. Maschinenschreiben und Textverarbeitung - im Beruf unverzichtbare Fertigkeiten - sind ebenfalls Pflichtfächer. Wer die Staatliche Prüfung für Fremdsprachenkorrespondenten besteht, kann auch ohne Hochschulreife an der Fachakademie weiter studieren.
Immer gefragter sind in der Praxis Fremdsprachenkorrespondenten mit zwei Fremdsprachen auf gleichem Niveau. Es ist deshalb ratsam, die Zweite Fremdsprache so intensiv zu betreiben, dass nach Abschluss der Ausbildung in der Ersten Fremdsprache ein weiteres Jahr mit dieser Sprache als zweiter Hauptsprache angehängt werden kann – das sogenannte Aufbau-Jahr – oder die Ausbildung zum Eurokorrespondenten.
Die Ausbildung zum Eurokorrespondenten
In einem einjährigen Aufbaukurs bauen Absolventen der Berufsfachschule ihre bisherige zweite Fremdsprache zur gleichwertigen Ersten Fremdsprache aus. Sie besuchen dazu 20 Wochenstunden des zweiten Jahres. Gleichzeitig erwerben Sie in zehn weiteren Stunden fundierte Kenntnisse in den folgenden Bereichen:
Allgemeine Wirtschaftslehre:
- Vertiefung von volkswirtschaftlichem Grundwissen;
- Absatzmärkte und rechtliche Bestimmungen;
- Kaufverträge und damit verbundene Aufgaben;
- Warenbeschaffung, Lagerhaltung;
- Produktion und Fertigung: rationell und umweltverträglich;
- Investitionen und Finanzierungen: betriebs- und volkswirtschaftliche Auswirkungen;
- Kredite: Vor- und Nachteile, ihre Sicherungsmöglichkeiten;
- Arbeitnehmerschutz, Vollmachten und Gehaltsabrechnung;
- konstitutive Entscheidungen für unterschiedliche Unternehmensformen: Ursachen und Folgen wirtschaftlicher Schwierigkeiten,
- Risikobegrenzung, Wettbewerbsbeschränkungen,
- Verfahren zur Auflösung bzw. Erhaltung eines Unternehmens.
Außenwirtschaft und Rechnungswesen:
- Hintergründe und Bedeutung der Außenwirtschaft;
- politische Instrumente der EU und ihre Auswirkungen;
- Institutionen und Abkommen des Außenhandels;
- Anbahnung und Absicherung von Außenhandelsgeschäften;
- Außenhandelslogistik;
- Außenhandelsverträge: rechtliche Rahmenbedingungen, Finanzierung und Kalkulation;
- Rechnen mit Währungen;
- Buchführung: Inventur und Bilanz, Kontenplan und Steuern.
Um eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen und Ihnen den Einstieg in den Beruf zu erleichtern, bieten wir außerdem folgende unterrichtsbegleitende Veranstaltungen an:
- Büroorganisation und Sekretariatsarbeit
- Telefontraining
- Arbeiten im Team
- Betreuung von Gästen und Geschäftspartnern
- Bewerbungstraining: Schriftliche Bewerbung und Vorstellungsgespräch
- Firmenbesichtigungen und Behördenbesuche
Der PC-Führerschein und vertiefte Kenntnisse im Officepaket Word, in Excel und Powerpoint runden Ihre Ausbildung zum/zur staatlich geprüften Eurokorrespondenten/in ab und machen Sie fit für den Start ins Berufsleben.

