Studieren im Web 2.0

Der größte Anbieter für Fernstudien und e-Learning in Slowenien, die undefinedDOBA Faculty of Applied Business and Social Studies in Maribor,  hat internationalen Studierenden die Gelegenheit gegeben, im Rahmen einer undefinedSummer School in einem virtuellen Lernumfeld Projektarbeiten zum Thema „Interkulturelles Management“ zu realisieren. Das bestätigt, dass in modernen Lernszenarien fernstudiendidaktische Komponenten nicht mehr wegzudenken sind. Das undefinedFeedback der 250 Studierenden aus insgesamt 20 Ländern war jedenfalls überwiegend positiv. Maximilian Renninger, Studierender im Studiengang Internationale Wirtschaftskommunikation, war dabei und berichtet über seine Lernerfahrung in der virtuellen Welt.

Sieht so die Lernerfahrung des zukünftigen Studenten aus? Ein Studium, losgelöst von Raum und Zeit? Die „International Virtual Summer School“ der DOBA Faculty of Applied Business and Social Studies mit Sitz in Maribor/Slowenien bietet dafür jedenfalls einen interessanten Ansatz. Internationale Studenten aus ganz Europa hatten vom 23. bis 30. Juni die Möglichkeit, in Gemeinschaftsarbeit ein Projekt zu erarbeiten. Während des einwöchigen Seminars ist sich jedoch keiner der Teilnehmer persönlich begegnet.

Europäische Studenten treffen sich online

Der europäische Gedanke wurde hingegen online in einer virtuellen Lernumgebung gepflegt. Rund 60 Teilnehmer aus Herkunftsländern wie Schweden, Deutschland, Holland, Spanien und natürlich Slowenien kommunizierten während des gesamten Zeitraums via Mail, Skype oder Chat. Das Thema: „Conquering Foreign Markets with the Knowledge of Intercultural Understanding and New Technologies.” Gruppen von jeweils acht bis zehn Teilnehmern erarbeiteten in diesem Rahmen einzelne Projekte.

Kulturelle Dimensionen

Als Student der Internationalen Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Angewandte Sprachen kam mir das Thema meiner Gruppe nicht ungelegen: „Countries and Cultural Dimensions.“ Ziel des Projekts war es, die die kulturellen Dimensionen der skandinavischen Länder zu erarbeiten. Diese hat der holländische Professor und Experte für interkulturelle Kommunikation, Gert Hofsteede, identifiziert und festgelegt. Dabei handelt es sich um verschiedene Bewertungsmaßstäbe eines Kulturkreises wie Machtdistanz, Maskulinität versus Femininität und weitere. Am SDI hatten wir uns mit ihm bereits im zweiten Semester im Rahmen der Vorlesung „Interkulturelle Kommunikation“ beschäftigt. Zu Ende der Woche erwartete die Fakultät einen 10.000 Zeichen umfassenden Report. Jedes Gruppenmitglied bearbeitete dabei einen Teilaspekt, zu Feedbackrunden trafen wir uns dann auf der Onlineplattform, um die Ergebnisse zu besprechen.

Vorlesungen mit Headset

Im Lauf der Woche mussten außerdem virtuelle Vorlesungen „besucht“ werden. Die Präsentationen wurden online gehalten, der jeweilige Dozent war mit den Studenten per Headset verbunden und konnte so im Falle von Fragen und Anregungen direkten Kontakt halten. Pflichtvorlesungen waren unter anderem: „Intercultural differences and special stress on language - How the Chinese are searching for Slovenia“ und „Cross Cultural Business behavior“. Zudem hatten die Teilnehmer Zugang zu Lernmaterial, um den obligatorischen Test am Ende der Woche erfolgreich bestehen zu können. Hier wurde das erlernte Material nochmals abgefragt.

Persönlicher Kontakt trotz Distanz

Im Großen und Ganzen war die Veranstaltung sehr gelungen. Einen Aspekt fand ich besonders interessant: Innerhalb kürzester Zeit bauten meine Mitstudenten und ich einen intensiven persönlichen Kontakt auf - wir lernten uns trotz räumlicher Distanz gut kennen, und das, obwohl jeder Student vorab nur ein kurzes Profil von sich auf die Plattform hochgeladen hatte.

Kurzum: Die Woche gestaltete sich sehr kurzweilig und informativ und ergänzte perfekt das Curriculum am SDI.

Text: Maximilian Renninger
Redaktion: Anke Wesser

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aktualisiert am 27.09.2011
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